Der Pott auf pump!

Wusstest du schon?

Jährlich fördern 180 Pumpen der Emschergenossenschaft (und dutzende Pumpen der RAG und weiteren Unternehmen) weit über eine halbe Milliarde Wasser aus den alten Schächten des Bergbaus über Kanäle und Bäche in die Emscher.

Der Grund:
Durch den Bergbau sind sämtliche Gebiete im Ruhrgebiet unter den Meeresspiegel gesunken.
Knapp 20% würden ohne diese Pumpen auf Dauer überschwemmt werden, wie ihr auf der Karte sehen könnt.

1914 ging die erste Pumpe an der alten Emscher in Duisburg in Betrieb.
Heute gibt’s keine Stadt mehr ohne eine Pumpe.
Einige sind kaum größer als ein haushaltsüblicher Sicherungskasten.
Von zahlreichen Pumpwerken aus, verteilt im ganzen Ruhrgebiet, werden diese gesteuert.
Die Kosten werden jährlich auf gute 220 Millionen Euro geschätzt.
Ab 2018 muss die RAG diese Ewigkeitskosten alleine stemmen.
Ewigkeitskosten, da die Pumpen im Moment wohl ewig laufen müssen…

2 Gedanken zu „Der Pott auf pump!

  • 25. Juni 2018 um 21:23
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    Leider ist die Begründung der Pumpanlagen falsch! Keine Stelle der Oberfläche des Ruhrgebiets ist unter den Meeresspiegel gesunken. Teile der Tagesoberfläche des Ruhrgebiets sind infolge des untertägigen Abbaus und der nachfolgenden Senkungen der Tagesoberfläche soweit abgesunken, dass sie zu den Vorflutern Ruhr, Emscher, Lippe und Rhein abflusslos wurden. Sie sanken großenteils unter den Grundwasserspiegel ab und hätten somit großflächige Überschwemmungen hervorgerufen, wenn nicht Emschergenossenschaft, Lippeverband und linksrheinisch die Lineg mit Kanälen und Großpumpanlagen die Tagesoberfläche vor Überflutungen geschützt hätten. Wesentlich war dabei die Kanalisierung der Emscher, mit der zu Beginn des vorigen Jahrhunderts begonnen wurde und die heute nach Beendigung des Abbaus im Rahmen eines das ganze Ruhrgebiet umfassenden Großprogrammes wieder renaturiert wird

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    • 25. Juni 2018 um 22:16
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      Danke dir für die Korrektur!

      Antwort

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