Halloween kommt aus Europa!

Irgendwie glauben hier sehr viele, dass Halloween ein us-amerikanischer Brauch ist.
Sorry, das ist Humbug!
Das Wort „Halloween“ leitet sich von „All Hallows Evening“ ab, dem Abend vor Allerheiligen („All Hallows Day“ oder auch „All Saints Day“).
Allerheiligen ist bekanntlich seit Mitte des 7. Jahrhunderts unserer Zeit am 01. November.

Ein wenig mehr Geschichte dazu?
Halloween besteht eigentlich aus drei uralten Traditionen und einer irischen Sage.

Kelten:
Die Kelten waren ein Volksstamm, welches hauptsächlich in Nordfrankreich, England und Irland vertreten war.
Ja, auch in Deutschland waren sie einst vertreten.

Ihr größtes Fest war das sogenannte „Samhain“ (Ende des Sommers).

Sie glaubten, dass ihre verstorbenen Vorfahren als Geister zurückkehren würden.
Aus Angst vor ihnen stellten sie Essen vor die Türen und wollten mit gruseligen Masken, Gewändern und Fakeln die bösen Geister verjagen.

Römer:
Um 50 v. Chr wurden die letzten keltischen Gebiete erobert.
Natürlich wollten die Römer ihre eigenen Feiertage verbreiten.
Am 01. November z.B. feierten sie ein Fest zu Ehren der Göttin der Ernte. Äpfel und Nüsse waren das Symbol für das römische Fest.

Christliche Kirche:
Im 7. Jahrhundert führte Papst Bonifacius das Fest der „Allerheiligen“ ein. Dieses wurde im gleichen Jahrhundert von Papst Gregor III. von Mai auf den 01. November verlegt.
Er wollte dadurch das heidnische Fest „Samhain“, welches immer noch gefeiert wurde, durch „Allerheiligen“ ersetzen.
Dabei durften sich die Einheimischen immer noch verkleiden.
Jedoch sollte sie vorzugsweise nicht die bösen Geister verjagen, sondern die Heiligen ehren.

Und die Sache mit dem Kürbis?
Da kommen wir zur irischen Sage.
Laut der irischen Folklore war Jack ein Schmied, der den Teufel mehrmals austrickste. Die Geschichte besagt, dass Jack, da er kein besonders guter Mensch war, nach seinem Tod der Zutritt zum Himmel und – Dank einem Pakt mit dem Teifel – auch zur Hölle verwehrt blieb.
Als der Teufel ihn abwies, gab er ihm aus Mitleid glühende Kohlen.
Jack höhlte eine Steckrübe aus, um die glühende Asche zu tragen und um ihm Licht zu spenden.

Die Iren gedachten dieser Geschichte jedes Jahr, indem sie gruselige Gesichter in Steckrüben schnitzen und ein glühendes Stück Kohle hinein legten.
Als sie jedoch in die USA immigrierten, waren Kürbisse leichter verfügbar als Steckrüben und ließen sich auch besser als Laternen verwenden. Schließlich ersetzten Kerzen die glühende Kohle.
Wer die Geschichte zu Jack o’Lantern lesen will, klickt hier drauf.

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Bis dahin, euch allen hübsche Allerheiligen, ein gesegnetes Samhain und happy Halloween!

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